Beamer selbstgemacht – Part1
Schon lange geistern in eBay und verschiedenen Communities Begriffe wie “Volksbeamer” oder “DIY-Beamer” herum. Dabei geht es um die Möglichkeit, aus billigen elektronischen Geräten einen eigenen Beamer zu bauen. Klar, dass ich das nicht lange an mir vorbeiziehen lassen konnte.
Da es mir an Elektronik-Wissen genauso mangelt, wie an Geduld und handwerklichem Geschick, zog ich meinen Vater hinzu und dieses Wochenende haben wir es endlich ausprobiert.
Vorraussetzungen
Man benötigt im Endeffekt erstmal nur zwei Dinge:
- Einen Monitor mit Flüssigkristallen, ergo ein TFT/LCD, denn diese bestehen nur aus einer Folie/Scheibe, der natürlich auch irgendeine Art von Anschluss für das Video-Signal haben muss. Meist wird ein Lilliput-TFT verwendet, ich selbst habe aus finanziellen Gründen (wer weiß ob das was wird) aber einen Casio-Taschenfernseher mit AV-In genutzt. Ist zwar schlechtere Qualität, kostet aber nur 20eur!
- Eine sehr starke Lichtquelle. Stark genug, um durch die Folie das Bild an eine Leinwand zu projezieren. Da kommt eigentlich nur ein Dia-Projektor in Frage. Billig auf dem Flohmarkt zu haben oder (wie bei mir) einfach das Vorkiregsmodell der Oma für lau abschwatzen.
– Dabei sind ältere Modelle (sofern die Birne noch ihren Dienst verrichtet) meist sogar besser, da die Brennweite größer ist.

Das wars auch schon. Mehr benötigt man anfangs nicht. Später sollte man noch einen Lüfter zu Kühlung in Erwägung ziehen (besonders bei TFTs, sonst raucht das Ding ab). Bei der Wahl der beiden Mittel, ist übrigens Fantasie gefragt. Ich habe auch schon Beamer gesehen, die aus einem Overhead-Projektor und einem 15″-TFT zusammengebastelt waren. Hat auch gut funktioniert.
Monitor auseinanderbauen
Der kritischste Part. Einmal zu fest an den feinen Drähten gezupft, schon ist der Traum ausgeträumt. Man muss den Monitor von der Platine und der Hintergrundbeleuchtung lösen, allerdings die Verbindung von Platine zu Monitor natürlich aufrechterhalten. Mit viel Geduld und etwas Glück funktioniert das aber und schaut dann ungefähr so aus:

Monitor an Projektor

Auch hier ist der ältere Dia-Projektor im Vorteil. Da ist nämlich alles noch gusseiserne Qualitätsarbeit, statt billiger Plastikschrott und lässt sich so auch wesentlich einfacher auseinander bauen. Im Grunde muss der Monitor lediglich an die Stelle, an der vorher das Dia war, evtl. zu Einstellung der Schärfe etwas versetzt. Hier empfiehlt es sich auf jeden Fall, einen Monitor zu nehmen, der nicht viel größer als ein Dia ist, sonst bekommt man Probleme das komplette Bild auch mit dem Lichtstrahl zu erfassen.
Ist alles dann nach hunderten Versuchen in schummrigen Licht geglückt und man hat ein einigermaßen erkannbares Bild, gilt es den Anbau erstmal halbwegs zu befestigen.

Testrun
Und so sieht dann das vorläufige Ergebnis aus. Natürlich kein Vergleich zu einem echten Beamer! Aber er hat nur läppische 20 Euro gekostet. ZWANZIG EURO! In Wirklichkeit sieht das Bild sogar noch etwas besser aus. Man erkennt nur leider das schwarze Pixel-Raster meines Billig-Monitors.


Fazit – Part1
HD-Ready ist das Ding sicherlich nicht. Allerdings ist die Bildqualität bei verdunkelten Fenstern durchaus erträglich. Filme mit düsterer Atmossphäre, Cartoons und auch etwas ältere Spielekonsolen(SNES,PS1,XBOX) lassen sich meiner Meinung nach damit sicherlich angenehm erleben.
Im nächsten Schritt, werden wir versuchen eine Kühlung einzubauen und das ganze etwas ansehnlicher zu verpacken. Man darf also gespannt sein.
Hinweis
Ich habe eigentlich keine Ahnung von solchen Sachen und habe dieses Ding einfach mal aus Lust und Laune auf gut Glück zusammengeschustert. Wenn jemand so etwas auch tun will, sollte er sich vorher anderweitig Informieren, um seine Erfolgschancen zu steigern. Ich übernehme keinerlei Garantie oder Haftung für meinen Bericht.










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spocki
Hallo, ich bin auch dabei so ein teil zusammen zu bauen.da ich von electronic
keinen schimmer habe bin sehr gespannt was da am ende wohl rauskommen mag.
gruss spocki aus der ostschweiz.
Apr 28th, 2007
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